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Wettbewerb Kolumbarium Liebfrauenkirche in Dortmund

3. Preis 2008

Eine neue Funktion als Kolumbarium bedarf auch einer neuen Raumdefinition: Es entsteht ein „Raum im Raum“. Ein weißes, transluzentes Tuch bestimmt den Raum, es folgt den gotischen Rundbögen der Seitenschiffe und bildet quer zum Hauptraum in den mittleren Jochen einen eingestellten Trauerbereich aus. Das Tuch ist ähnlich eines Kokons als Schutzhülle, das dem Verstorbenen einen Ruheort bietet, als Beigabe für die Auferstehung nach dem Tode zu verstehen. Es ist ein Tuch der Hoffnung, das losgelöst von der Erde zu schweben scheint und den Toten ein Stück den „Himmel“ näher bringt. Dieses weiße, transluzente Tuch bildet einen eigen-ständigen Einbau innerhalb der Liebfrauenkirche, welches man über die beiden Seitenschiffe begeht, wobei die Gesamträumlichkeit der neugotischen Kirche diffus erkennbar bleibt. Es entsteht ein „Trauerraum“, der mit seiner weißen Hülle einen würdevollen Rahmen, Geborgenheit und neue Hoffnung für den Abschiednehmenden bietet. Im unteren Bereich scheint das Tuch zu schweben, die Urnen sind in diesem „Urnentuch“ eingewoben.