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Begegnungszentrum am Heinrich-Fetten-Platz mit ergänzender Wohnbebauung

Bauherr: Kath. Kirchengemeinde St. Margareta Brühl
Wettbewerb 1. Preis 01/2006
Bearbeitung LP1-9
Baubeginn 01/2008
Bauleitung LHVH Architekten
Fertigstellung 05/2010
BGF 1.588 m²
BRI 5.082 m³
Das Grundstück liegt in direkter Nachbarschaft zur Kirche St. Margareta und bildet den stadträumlichen Abschluss zum Heinrich-Fetten-Platz. Die vorhandene Wohnbebauung entlang der Wallstraße wird mit dem Neubau bis zum Heinrich-Fetten-Platz weitergeführt. Im Erdgeschoss vernetzen sich die beiden unterschiedlichen Nutzungen, das Begegnungszentrum schließt den innerstädtischen Wohnblock bis zur angrenzenden Hospitalstraße im Osten des Grundstücks. Die vorhandenen kleinteiligen baulichen und räumlichen Strukturen werden übernommen und in einen transparenten Glaskubus der Begegnung und einen massiven Wohnkubus aus Backstein ausgebildet. Dabei verbindet der eingeschossige Bereich der Begegnung beide Nutzungsbereiche miteinander und erzeugt zum Heinrich-Fetten-Platz eine differenzierte Abfolge von Gebäudehöhen. Diese

Differenzierung erzeugt ein harmonisches Erscheinungsbild, die Gebäudevolumen fügen sich in die vorhandenen Strukturen ein und unterstreichen die Wirkung und Dominanz der Kirche. Auf der einen Seite schafft der Glaskubus eine Identität mit dem neuen Begegnungszentrum und steht für eine offene und moderne Kirchengemeinde. Auf der anderen Seite nimmt die Wohnbebauung den Backstein der Kirche St. Margareta auf, fügt sich in den bestehenden Kontext ein und bietet mit seiner dauerhaften Backsteinfassade eine geborgene Wohnhülle. Alle Wohnungen sind über einen Aufzug barrierefrei erschlossen und nach Ost und West orientiert. In der Aufteilung und in der Größe variieren die Grundrisse der vier Wohnungen. Alle Wohnungen haben zusätzlich jeweils eine Loggia, die sich in der Außenfassade flächenbündig in der Backsteinfassade zeigt und im Kontrast zu den tiefliegenden Lochfenstern steht. Ausgesucht wurde ein hartgebrannter Backstein, der farblich, im Format und mit seiner 2cm dicken Lagerfuge an die Backsteinfassade der Kirche St. Margareta anlehnt.

Fotos: Max Hampel